Über immer mehr Kommunen kann man lesen, die ihre Energieversorgung in die eigene Hände nehmen in dem sie kommunale Stadtwerke gründen. Die aktuellen Pläne sehen vor, dass die Stadtwerke und regionalen Energieversorger bis zum Jahr 2020 schätzungsweise 16 Milliarden Euro allein in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investieren. Die Prioritäten liegen dabei auf Windkraftanlagen an Land, Wasserkraft, Fotovoltaik und Biogas – in dieser Reihenfolge.
Da man in unserer Gemeinde, zumindest als Mitglied der BfW, nur sehr dürftig informiert wird und auf Anfragen meist auch nur unzureichende Antworten, oder gleich gar keine bekommt, kann ich die Fortschritte in unserer Gemeinde diesbezüglich schlecht einschätzen. Allerdings entsteht auch immer wieder der Eindruck, dass Projekte sehr unüberlegt und ohne Konzept angegangen werden. Ein typisches Beispiel ist das Nahwärmenetz unserer Gemeinde, welches offensichtlich erst einmal installiert wurde ohne auch nur im Ansatz zu wissen ob sich letztlich auch Privathaushalte anschließen können. Anfragen diesbezüglich bekam ich auch nicht beantwortet, was mir nur zeigt, dass die Gemeinde wohl keine Antwort weiß!
Eine weitere, sehr interessante, Aussage der Studie stellt die Einschätzung der unzuverlässigen politischen Rahmenbedingungen (44 Prozent) dar. Ähnlich geht es mir hier in Wald-Michelbach, die politischen Rahmenbedingungen kann man hier auch als sehr unzuverlässig und vor allem ausgesprochen intransparent darstellen. Zur Diskussion um die Windenergie in regionaler Hand trifft dieser Satz eine Aussage die man sich unbedingt verinnerlichen sollte: Kommunale Stadtwerke haben den großen Vorteil, dass die Bürger sich quasi selbst den eigenen Strom abkaufen und die Kommunen damit eine dringend benötigte Einnahmequelle für die klammen Kassen bekommen und damit ihre Leistungen für die Bürger aufrecht erhalten können. Dies reicht von der Infrastruktur über Kindertagesstätten bis hin zur Freizeit – Aufgaben, die ohne Einnahmequellen nicht finanziert werden können und die Lebensqualität der Bürger direkt betreffen.
Bei uns freut man sich lieber an den Brosamen die uns die Entega jährlich für die Stromnetzkonzessionen hin bröselt.
________________________________________________________________________ - Stefan Werner ist Vorstandsmitglied des Vereins "Demokratisches Bürgerforum Überwald" -
Um Missverständnisse zu vermeiden, dieser Hinweis: Die unter meinem Namen veröffentlichen Meinungen sind meine eigenen und müssen daher nicht zwingend die des Verein darstellen !
„ Ein Nein aus tiefster Überzeugung ist besser und größer als ein Ja, das nur gesagt wird, um zu gefallen oder um Schwierigkeiten zu vermeiden" Mahatma Gandhi (indischer Rechtsanwalt, Asket, Moralist und Pazifist)
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