30. Juli 2011 | e Grüne weisen Pro Bahn in die Schranken Verkehr: Thilo Figaj und Thomas Fabian widersprechen Kritik des Fahrgastverbands am Koalitionsvertrag KREIS BERGSTRASSE.
Die Fraktion der Grünen im Bergsträßer Kreistag hat die Kritik des Fahrgastverbands Pro Schiene am Koalitionsvertrag mit der CDU zurückgewiesen. Fraktionssprecher Thilo Figaj und Thomas Fabian, Mitglied des Kreisausschusses und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, gehen in einer Presseerklärung Punkt für Punkt auf die Vorwürfe ein. Figaj und Fabian kommen zu dem Schluss: „Bei allem Verständnis für die hohen Ansprüche, die Pro Bahn nicht nur für den Kreis Bergstraße stellt, entbehrt die Kritik in allen angesprochen Punkten der gebotenen Sachlichkeit.“ Als Vertragspartner der Verkehrsverbünde Rhein-Main (RMV) und Rhein-Neckar (VRN) sei es Ziel der Koalition, den Einfluss des Kreises dort zu stärken. „Dies geschieht nicht durch ein lauthals vorgetragenes Wunschkonzert, sondern durch Detailarbeit – und immer mit Blick auf verfügbare Finanzmittel“, schreiben die Grünen. So hat der Kreistag am 20. Juni neue Kostenanteile für den Ausbau der Bahnhöfe an Main-Neckar- und Riedbahn in Höhe von 1,5 Millionen Euro genehmigt. Erst diese Vorlage für die zweite Stufe des S-Bahn-Ausbaus Rhein-Neckar gebe den Kommunen die Sicherheit, die Modernisierungen überhaupt vornehmen zu können. Verbesserungen der technischen Infrastruktur seien Umsetzungen des Koalitionsvertrages, den Pro Bahn zitiert und in einen – wie Figaj und Fabian weiter schreiben – „falschen Zusammenhang mit der längst abgehandelten Ausschreibung Dieselnetz Südwest“ setzt. Der Koalitionsvertrag von CDU und Grünen definiere die Zielvorgabe „Der Kreis im Halbstundentakt“. Dabei handele es sich um eine Forderung, die die Grünen seit Jahren propagieren und nun mitgestalten werden. Verbesserte Anschlüsse an Riedbahn und Main-Neckar-Bahn, optimierte Fahrpläne, ebenerdige Bahnsteige, behindertengerechte Zugänge und Durchbindungen in die Metropolen seien Grundvoraussetzungen. Vollkommen am Thema vorbei geht nach Ansicht der Grünen die Einlassungen des Fahrgastverbandes bei der Überwaldbahn. Die Strecke von Mörlenbach nach Wald-Michelbach wurde vor fast drei Jahrzehnten stillgelegt. Dass sie nicht wie das Teilstück nach Wahlen bereits 1985 inzwischen abgebrochen wurde, sei allein der Initiative des Kreises zu verdanken, der die Strecke gekauft und somit vor weiterem Verfall und möglichem Zugriff auf Grundstücke bewahrt hat. Damit sei die Strecke, deren Abbruch einen immensen volkswirtschaftlichen Verlust bedeutet hätte, in öffentlichem Bestand und als Trasse nach dem Eisenbahnrecht für zukünftige Generationen gesichert. Die Sanierung für den Draisinenbetrieb sind die ersten seit Jahrzehnten. Die Grünen schreiben weiter: „Zur Kenntnis nehmen sollten alle Kritiker und Eisenbahnromantiker, dass es sich hierbei um ein bedeutendes Infrastrukturprojekt des Kreises zur Tourismusförderung im Odenwald und zur Erhaltung der denkmalgeschützten Kunstbauten handelt, und nicht um eine Strecke für den Personenverkehr.“ Als Schritt zu einer möglichen Reaktivierung werde von der Koalition ein Museumsbahnbetrieb geprüft. Wenn eine vernünftige und finanzierbare Option bestehen sollte, die zeigt, wie der Personenverkehr wieder aufgenommen werden kann, dann – so schreiben Figaj und Fabian abschließend – „werden die Grünen die ersten sein, die an dieser Stelle handeln“.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- "Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit."
Mark Twain
--- Jörg Maletz ist Sprecher des Vereins "Demokratisches Bürgerforum Überwald" ---
Die Grünen schreiben weiter: „Zur Kenntnis nehmen sollten alle Kritiker und Eisenbahnromantiker, dass es sich hierbei um ein bedeutendes Infrastrukturprojekt des Kreises zur Tourismusförderung im Odenwald und zur Erhaltung der denkmalgeschützten Kunstbauten handelt, und nicht um eine Strecke für den Personenverkehr.“
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Mark Twain
--- Jörg Maletz ist Sprecher des Vereins "Demokratisches Bürgerforum Überwald" ---
und nicht um eine Strecke für den Personenverkehr.“
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--- Jörg Maletz ist Sprecher des Vereins "Demokratisches Bürgerforum Überwald" ---
„Der Beschluss, die Strecke der Überwaldbahn für einen Draisinenbetrieb zu restaurieren, sei bekanntlich unter der Bedingung gefasst worden, die Einrichtung der Überwaldbahn für eine spätere Nutzung durch den öffentlichen Schienennahverkehr zu sichern.“…
Die Grünen schreiben weiter: „Zur Kenntnis nehmen sollten alle Kritiker und Eisenbahnromantiker, dass es sich hierbei um ein bedeutendes Infrastrukturprojekt des Kreises zur Tourismusförderung im Odenwald und zur Erhaltung der denkmalgeschützten Kunstbauten handelt, und nicht um eine Strecke für den Personenverkehr.“
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Mark Twain
--- Jörg Maletz ist Sprecher des Vereins "Demokratisches Bürgerforum Überwald" ---