#1 nachdenkliches zur Weihnachtszeit! von Christiane Hennrich 23.12.2011 15:53

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Folgender Textauszug stammt aus einem Brief eine Vaters an seine Tochter:

Liebe Marie,
erinnerst Du Dich noch an den Tag, an dem wir das letzte Mal im Kino waren? An diesen Tierfilm, den Du so gerne sehen wolltest? Wie hieß der bloß noch? Ich glaube, Tiger, Bären und Vulkane, aber sicher bin ich mir nicht. Denn unser Ausflug liegt schon ein paar Monate zurück. Wir sind alle zusammen mit dem Auto in die Stadt gefahren: Mama, Henri, Du und ich. Es war Sonntag – und wir beide saßen mit Karteikarten auf der Rückbank und haben gelernt. Wie viel ist 172? Wie viel 56? Wie viel 28? Auf dem Weg nach Hause dann noch mal: 27 = 128, 182 = 324, 56 = 15625. Und noch mal. Und zur Sicherheit gleich noch mal.
Wir hätten so viel Sinnvolleres tun können auf unserem Heimweg! Den Bildern der Bären nachhängen und Bonbons lutschen zum Beispiel. In dem Zauber verweilen, den jeder kennt, der aus dem Kinodunkel ins Licht tritt – als laufe man erwachend durch einen Traum. Aber noch nicht mal an einem Sonntag ist es mir gelungen, Dich das Kind sein zu lassen, das Du sein solltest mit zehn Jahren...........................................................................

Ich werde Dir von Schülern berichten, die krank werden vom dauernden Üben. Von Bildungsexperten, die Euch vorm Lernen warnen. Und von Eltern, die ihre Kinder trotzdem nicht in Ruhe lassen. Von Zeile zu Zeile werde ich wütender werden – weil ich wütend bin auf mich und auf ein Land, das Euch alle zu Strebern macht.

Unter folgendem Link ist dieser bemerkenswerte Brief in Komplettansicht zu lesen:

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8/komplettansicht

Ich wünsche allen schöne Weihnachten und eine Menge Zeit zum Nachdenken!

Christiane Hennrich

#2 Noch was nachdenkliches zur Weihnachtszeit! von Stefan Werner 25.12.2011 10:30

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What a Wonderful World ...

+ 24.12.2011 + Zum Staunen, Innehalten, Besinnen für unsere phantastische Welt.

Ohne ökologische Spiritualität wird uns wahrscheinlich ökologische Politik nicht gelingen. In der Schule des ökologischen Jesus hat uns vor 800 Jahren der heilige Franziskus von Assisi in seinem unvergleichlichen Sonnengesang ahnen lassen, was ökologische Spiritualität sein könnte:

„Sei gelobt, mein Herr, durch Schwester Sonne…

Sei gelobt, mein Herr, durch Bruder Wind…

Sei gelobt, mein Herr, durch Schwester Wasser…

Sei gelobt, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde…“

Die Erde war einmal eine wunderbare Wohnstatt mit sauberer Luft, reinem Wasser und gesunden Böden. Die Bilder von Wilfried Weyer in dem Buch "Die Schöpfung" schenken uns noch mal eine Ahnung davon. Die Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments - in diesem Bildband nachzulesen, nachzusehen und nachzuempfinden - ist eine der eindrucksvollsten, nachdenkenswertesten und nachhaltigsten der Weltliteratur.

Gott schuf Licht und Land, Tag und Nacht, Meere, Wälder und Wiesen, Gras und Sonne, Mond und Sterne, Menschen und Tiere. Danach sah er, "dass es gut war".

Und heute? Was empfinden wir? Und vor allem, was tun wir?



David Attenborough

Seit über 50 Jahren realisiert der ­Zoologe ­David Attenborough Tierfilme für die britische Rundfunkanstalt BBC. 1954 ging der heute ­83-Jäh­rige mit

"Zoo Quest" auf Sendung — eine Serie, für die er in exotische Weltgegenden reiste und die den Grundstein für seine Berühmtheit legte.

Für seine Verdienste wurde Atten­borough 1985 zum Ritter geschlagen, und 2004 erhielt er den Descartes-Preis für Wissenschaftskommunikation.

1997 produzierte Atten­borough die preisgekrönte Sendung "Wildlife Specials" zum 40-jährigen Bestehen der BBC Natural History Unit. 2011 wird sein neuster Film, "The Frozen Planet", zu sehen sein.

Quelle:

BBC 2011

Franz Alt 2011 http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News....,6,a20961.html

#3 RE: Nachdenkliches zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel! von Christiane Hennrich 31.12.2011 14:41

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Eine treffende Interpretation zum Thema: Brief eine Vaters an seine Tochter !!!

Was bewegt einen Vater und erfahrenen Journalisten dazu, sich öffentlich zu unserem Bildungsdilemma zu äußern?
Ganz einfach: "Einsicht"! (und die ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung)

()

Noch mal zur Erinnerung der Brief zum Video unter folgendem Link:

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8

Es geht nicht darum, Fässer zu füllen, sondern Fackeln anzuzünden!

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