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#76 RE: Gerüchteküche von Hermann Dirr 28.02.2017 19:45

Zitat
Ein weiter so, wie es fragwürdige Organisationen wie z. B. EIKE oder Vernunftkraft -um hier mal zwei zu nennen- verbreiten, kann und wird nicht die Lösung des Problems sein. Denn, sie vertreten die Auffassung, dass das mit endlichen Energieträgern unendlich so weitergehen könnte.



Wie kommen Sie darauf, dass die ein weiter so vertreten, nur weil Windkraft, weil unzuverlässig, keine Alternative zu fossilen Energieträgern ist?

Wie viele Windräder möchten SIE denn noch in die Landschaft stellen, bevor die ersten konventionellen Kraftwerke überflüssig werden?
Wenn wir für 10 GW ein GW konventionell ersetzen könnten, wäre da nichts zu zusagen. Aber Windkraft ist ohne Speicher der falsche Weg. Es zerstört und schadetmehr, wie es nutzt. Von den finanziellen Nutznießern einmal abgesehen.


Zitat
Wissenschaftlich betrachtet führt langfristig schlicht und einfach kein Weg an den endlos verfügbaren Energiequellen vorbei und das sind eben diese Quellen, die sich allesamt aus der Sonne speisen.



Ja, da haben Sie vollkommen Recht, und jetzt, was ist Ihr Weg? 250 GW Windkraftleistung aufbauen, keine Speichermöglichkeiten haben und notgedrungen die konventionellen Kraftwerke weiter beteiben?

Zitat
Wir sollten also nicht darum bemüht sein -wie das Gegner der regenerativen Energien stets tun- die Herausforderungen als Problem darzustellen, um somit beweisen zu wollen, dass etwas unmöglich scheint,...



wenn regenerative Energien mehr zerstören, als wie sie nutzen,sollte man irgendwann anfangen, den ganzen Schwindel zu hinterfragen.

Gerade heute auf T-online .de
Zitat: "Der Chef der Gewerkschaft IGBCE, Michael Vassiliadis, hat scharfe Kritik an den Kosten der Energiewende geübt: Für den Umbau auf erneuerbare Stromerzeugung seien bereits rund 500 Milliarden Euro an Förderungen und Verbindlichkeiten angefallen - und das für die Produktion von Strom mit einem Marktwert von 100 Milliarden Euro, sagte Vassiliadis am Freitagabend bei einer IGBCE-Veranstaltung im westfälischen Haltern. Allein die EEG-Umlage, die den Löwenanteil bei der Energiewende-Förderung ausmacht, habe die Bürger schon mehr Geld gekostet als alle Kohlesubventionen der vergangenen fast 60 Jahre zusammen." Zitat Ende

Und der redet nur von Kosten, mir geht es um die Zerstörung für Nichts


Und mit dem Zitat von Einstein wollen Sie ihren Ausführungen mehr Gewicht verleihen?

#77 RE: Gerüchteküche von Simple wife 28.02.2017 21:29

Zur Zeit brauchen wir noch alle Energiearten (außer Kernenergie,
(die ist zu gefährlich)

Jede Kw/h erneuerbarer Strom vermindert die negativen Begleiterscheinungen und bringt uns (mit Augenmaß) auf dem richtigen Weg voran!
So einfach ist das zu beschreiben!!!

#78 RE: Gerüchteküche von Dirk Hennrich 28.02.2017 21:45

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Zitat von Hermann Dirr im Beitrag #76
Zitat: "Der Chef der Gewerkschaft IGBCE, Michael Vassiliadis, hat scharfe Kritik an den Kosten der Energiewende geübt:


Lieber Herr Dirr, ganz unabhängig ist Herr Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE, in seiner Aussage wohl nicht. Ich kann mich noch gut an die nachfolgende Unterschriftenaktion vor 2 Jahren erinnern. Wir hatten die Aktion auf einer IG BCE Weihnachtsfeier kontrovers diskutiert und ich, als IG BCE Mitglied, hatte die Aktion damals nicht unterstützt. Unter den Mitgliedern wurde die Aktion u.a. mit einer Arbeitsplatzgarantie für die Arbeitsplätze im Bergbau beworben. Aus Sicht der Gewerkschaft für Bergbau sicherlich legitim, aber einige hielten die Forderung in einer Zeit der Energiewende für wenig fortschritlich.

Energiewende und Arbeitsplätze
Nur eine Gewerkschaft will Kohle

Gewerkschaften übergeben 125.000 Unterschriften für „bezahlbaren Strom“ an Gabriel. Bei Verdi und der IG Metall unterstützten das nur wenige.
Chef der Energiegewerkschaft IG BCE Michael Vassiliadis am Mittwoch an Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) übergeben. Die Unterzeichner fordern „bezahlbaren Strom und gute Arbeitsplätze“. Was damit gemeint ist, machte Vassiliadis zur Übergabe noch einmal klar: Unterstützung für die „fossilen Energien“, also Kohle und Gas, sei notwendig, erklärte er. „Denn sie bringen Preisstabilität und Versorgungssicherheit in die Energiewende ein.“

Diese klare Verteidigung von klimaschädlichen Kohlekraftwerken kam allerdings nur in seiner eigenen Gewerkschaft gut an.

http://www.taz.de/!5021467/

#79 RE: Gerüchteküche von Stefan Werner 01.03.2017 07:25

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Zitat von Hermann Dirr im Beitrag #76
Wie kommen Sie darauf, dass die ein weiter so vertreten, nur weil Windkraft, weil unzuverlässig, keine Alternative zu fossilen Energieträgern ist?.
Wer auf die Internetseiten dieser Lobbyvertreter der Atom- und Fosilkonzerne schaut kann eigentlich zu keinem anderen Schluss kommen, als zu dem, dass dort die Interessen eben dieser Konzerne gewahrt werden. Dort liest man tatsächlich ausschließlich weiter so, weiter mit Atomenergie, weiter mit der Kohle-, Öl- und Gasverbrennung.

Dass bereits heute viele der atomaren und fossilen Kraftwerke vollkommen nutzlos vor sich hinlaufen, weil dies billiger als das Herunterfahren ist, zeigen die enorme Stromexporte von Deutschland in die umliegenden Länder. So konnten wir im Jahr 2016 55,5 TWh eportieren, das sind 55.500.000.000 kWh! 2015 waren es auch schon 51,8 TWh. Alles in allem haben wir bereits seit dem Jahr 2002 jedes Jahr einen Exportüberschuss, der seit 2012 nur noch nach oben geht.
Zitat von Hermann Dirr im Beitrag #76
Wie viele Windräder möchten SIE denn noch in die Landschaft stellen, bevor die ersten konventionellen Kraftwerke überflüssig werden?
Wenn wir für 10 GW ein GW konventionell ersetzen könnten, wäre da nichts zu zusagen. Aber Windkraft ist ohne Speicher der falsche Weg. Es zerstört und schadetmehr, wie es nutzt. Von den finanziellen Nutznießern einmal abgesehen.

Bei den konventionellen Kraftwerken sind bereits die Atomkraftwerke vollkommen überflüssig. Ohne Atomkraftwerke liegt bereits heute die Leistung der sogenannten grundlastfähigen Kraftwerke bei rund 93 GW. Hinzu kommen noch die Pumpspeicherkraftwerke mit einer Leistung von 7 GW plus noch diversen anderen Speichern die sehr schnell einspringen können. Für die Grundlast an sich sind 40 GW ausreichend. Die Jahreshöchstlasten liegen bei 75 bis 80 GW.

Der Ausbau von Speichern erfolgt seit geraumer Zeit kontinuierlich und könnte noch viel schneller gehen, wenn von politischer Seite das entsprechend gesteuert würde. Das sinnvollste hierbei wäre den sinnlosen Handel mit CO2 Zertifikaten zu stoppen und statt dessen eine CO2 Steuer einzuführen. Es gäbe dann noch ein paar Änderungen in Punkto Netzgebühren zu regeln um den Ausbau dezentraler Speicher anzukurbeln. Dies würde nämlich zudem den Ausbau der Hochspannungstrassen weitgehend überflüssig machen.

#80 RE: Gerüchteküche von ig energiewende überwald 01.03.2017 15:59

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Zitat von Hermann Dirr im Beitrag #76
Ja, da haben Sie vollkommen Recht, und jetzt, was ist Ihr Weg? 250 GW Windkraftleistung aufbauen, keine Speichermöglichkeiten haben und notgedrungen die konventionellen Kraftwerke weiter beteiben?
Herr Werner hat ja bereits die aktuellen Kapazitäten an Kraftwerken aufgeführt und er hat Recht. Derzeit besteht kein unmittelbarer Bedarf an zusätzlichen Stromspeicher und auch beim Kraftwerkspark der gefährlichsten (Atomstrom) und der schmutzigsten Kraftwerke (Braunkohle) könnte heute schon massiv abgebaut werden.
Laut dem Forschungsprojekt "Kombikraftwerk 2", die von einem Verbrauchsszenario von rund 600 TWh im Jahr ausgegangen sind, bestünde bei der Windenergie ein Ausbaubedarf auf 87 GW an Land und 40 GW auf See. Die installierte Leistung im PV Bereich müsste auf 133 GWpeak erhöht, der Ertrag der Bioenergie auf 60,5 GWh, die Wasserkraft durch Modernisierung auf einen Ertrag von 25 TWh, die Geothermie mit 40 TWh sowie diverse Speicher in erster Linie zentrale und dezentrale Methankraftwerke mit einer Gesamtleistung von 43 GW die mit regenerativ hergestelltem Gas aus Biogas- und Power to Gas Anlagen betrieben werden.



Das Infoblatt zum Projekt "Kombikraftwerk 2" findet man hier: http://www.kombikraftwerk.de/fileadmin/K...ystem_okt13.pdf
Weitere Hintergrundinformationen hier: http://www.kombikraftwerk.de/start.html

#81 RE: Gerüchteküche von 01.03.2017 19:40

Das sieht und hört sich phantastisch an. Ich weiß nur nicht, was das für den Überwald letztendlich bedeutet.
Wieviel Windräder, Photovoltaik-Anlagen und Biogasanlagen werden denn benötigt, um unseren Energiebdarf zu decken? Wieviel qkm Fläche benötigen diese Anlagen? Hat das schon jemand ermittelt?

#82 RE: Gerüchteküche von 10.03.2017 10:52

Zitat von Gast im Beitrag #81
Das sieht und hört sich phantastisch an. Ich weiß nur nicht, was das für den Überwald letztendlich bedeutet.
Wieviel Windräder, Photovoltaik-Anlagen und Biogasanlagen werden denn benötigt, um unseren Energiebdarf zu decken? Wieviel qkm Fläche benötigen diese Anlagen? Hat das schon jemand ermittelt?


Herr Werner und IG Energiewende Überwald, haben Sie zu diesen Fragen keine Infos. Fangen wir in 2017 bei null an? Kennen Sie zumindest unseren Energiebedarf im Überwald? Das wäre als Bais für weitere Berechnungen und Überelgungen sehr hilfreich.

#83 RE: Gerüchteküche von ig energiewende überwald 10.03.2017 12:05

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Zitat von Gast im Beitrag #82
[quote=""|p9726]Das sieht und hört sich phantastisch an. Ich weiß nur nicht, was das für den Überwald letztendlich bedeutet.
Wieviel Windräder, Photovoltaik-Anlagen und Biogasanlagen werden denn benötigt, um unseren Energiebdarf zu decken? Wieviel qkm Fläche benötigen diese Anlagen? Hat das schon jemand ermittelt?
Herr Werner und IG Energiewende Überwald, haben Sie zu diesen Fragen keine Infos. Fangen wir in 2017 bei null an? Kennen Sie zumindest unseren Energiebedarf im Überwald? Das wäre als Bais für weitere Berechnungen und Überelgungen sehr hilfreich.
Infos zum Potential und Energiebedarf im Überwald, bzw. im Kreis finden Sie hier: http://www.erneuerbarkomm.de/bergstrasse/

#84 Und es geht doch... von Stefan Werner 25.12.2017 15:48

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Stadtwerke Haßfurt zeigen eindrucksvoll, wie man mit Power to Gas 100 Prozent Ökostrom meistert
So werden in Haßfurt bereits 9,5 MW Solaranlagen, 30,9 MW Windkraftanlagen, 2,35 MW Biogas und 3,0 MW KWK-Anlagen betrieben.


Immer noch beherrschen die Bedenkenträger mit den Argumenten der alten Energiewirtschaft sowohl die großen Medien, als auch die von Union, SPD und FDP dominierte Berliner und Brüsseler Politik. Zentrales Argument ist, man könne den Energiebedarf nicht mit Erneuerbaren Energien alleine decken. Der Ausgleich der Schwankungen von Solar- und Windenergie, sowie die Netzintegration sei nur mit Grundlast von Kohle und Atom machbar.

Vom kleinen Stadtwerk in der Stadt Haßfurt mit 14 000 Einwohnern in Unterfranken können alle Bedenkenträger unzählige Details lernen, wie man mit Erneuerbaren Energien und Speichern die Versorgung ökonomisch und technisch sicherstellen kann. Haßfurt wurde deshalb als Perle der Energiewende von der Heinrich-Böll-Stiftung ausgezeichnet.

Norbert Zösch erklärte, Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt, zusammen mit dem Haßfurter Bürgermeister Günter Werner, mir und MdB Manuela Rottmann (Bündnis 90/Die Grünen) ausführlich, welche umfangreichen Maßnahmen in Haßfurt bereits ökonomisch und technisch auf dem Wege zu einer 100-prozentigen Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien umgesetzt wurden.

So werden in Haßfurt mit dem Investitionskapital von Stadtwerken, Unternehmen, Bürgern, Energiegemeinschaften, dem Landkreis oder anderen Akteuren bereits 9,5 MW Solaranlagen, 30,9 MW Windkraftanlagen, 2,35 MW Biogas und 3,0 MW KWK-Anlagen betrieben. Damit produzieren die Haßfurter bilanziell 195 Prozent ihres Strombedarfes selbst. Die Abwärme der Biogasanlage, Wärme aus Solarkollektoren und weiteren Erneuerbaren Energien-Anlagen wandern in die Nahwärmeversorgung und decken so bereits etwa 15 Prozent der benötigten Wärme im Stadtgebiet regenerativ. Ladestationen für E-Mobile sind seit vielen Jahren realisiert.

Intensiv und erfolgreich arbeiten die Stadtwerke Haßfurt auch am Ausgleich der Schwankungen und der Systemintegration der Erneuerbaren Energien in das Netz der Stadtwerke.

Zusammen mit Greenpeace Energie betreiben die Stadtwerke sogar ökonomisch erfolgreich eine Power to Gas-Anlage. Aus dem Überschuss von Windstrom wird über Elektrolyse Wasserstoff hergestellt. Dieser wird zu fünf Prozent in das Gasnetz der Stadtwerke eingespeist. Greenpeace Energy verkauft zusätzliches Windgas an die Kunden, die bei ihnen grünes Gas geordert haben. Der Effekt: die 13 Windräder der Stadtwerke müssen nur selten abgeregelt werden.

Auch für eine angebotsgerechte Stromnachfrage geben die Stadtwerke ihre Stromkunden hervorragende Anreize. Eine von Schülern des Haßfurter Gymnasiums entwickelte App gibt allen Haßfurter Stromkunden die Möglichkeit, den eigenen Strom-, Gas- und Wasserverbrauch zu kontrollieren und in den kostengünstigsten Tarifzeiten sogar zu steuern. Möglich macht dies ein in jedem Haushalt kostenlos installierter Smart Meter, der den Datenschutz berücksichtigt. So haben die Haßfurter die Möglichkeit, ihre Waschmaschine oder die Ladezeiten für das E-Auto zu den günstigen Stromtarifzeiten einzuschalten – natürlich mit dem Ökostrom der Stadtwerke. Über die Einbindung der Schüler konnten in Haßfurt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: sie haben die Software der App viel günstiger als über renommierte Unternehmen erhalten und konnten gleichzeitig Schüler für die Energiewende begeistern.

Power to Gas und Smart Meter mit zugehöriger App sorgen also für gute Flexibilisierungsmöglichkeiten, um die Schwankungen von Solar und Windstrom ganz ohne Grundlast aus Kohle- und Atomkraft auszugleichen. Um im Verteilnetz auch die anderen Systemdienstleistungen zu schaffen, investieren die Stadtwerke jetzt in große Batteriespeicher, z.B. um die Frequenzhaltung zu garantieren.

Geschäftsführer Norbert Zösch hat noch viele weitere Ideen, wie die Umstellung auf eine 100-prozentige Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien über alle Energiesektoren hinweg verwirklicht werden kann. Aber auch er kritisiert die aktuellen politischen Rahmenbedingungen als sehr hinderlich: die Umstellung auf Ausschreibungen bei Windkraft, Biogas und PV-Freiflächen, die Erhebung der EEG-Umlage auf die Ökostromeigenerzeugung und auf den Strom bei der Speicherung in Power to Gas und Batterien. Diese in letzten Jahren eingeführten ökonomischen Daumenschrauben haben die Investitionen erschwert, aber bei ihm nicht zum Erliegen gebracht. Trotzdem ginge die Entwicklung hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien in ganz Deutschland wesentlich schneller, wenn die Daumenschrauben gelöst würden. So wie in Haßfurt könnten in Deutschland tausende neue Zellen auf dem Wege zur schnellen Verwirklichung von 100 Prozent Erneuerbaren Energien entstehen.

Im kleinen Haßfurt wird heute in der Praxis erfolgreich vollzogen, was die Energy Watch Group zusammen mit der Uni Lappeenranta für die ganze Welt simuliert hat: eine Vollversorgung mit 100 Prozent Ökostrom.

Wer noch Zweifel hat, dass dies überhaupt möglich ist, sollte nach Haßfurt fahren und sich belehren lassen, dass alle Techniken dafür auch ökonomisch rentabel bereits heute zur Verfügung stehen und nur auf die massenhafte Anwendung warten. Ich kann den großen Managern der Energiekonzerne und den vielen an der Verwirklichung von 100 Prozent Erneuerbaren Energien zweifelnden Politikern nur empfehlen, bei Herrn Norbert Zösch im kleinen Haßfurt in den Nachhilfeunterricht zu gehen.

Quelle: http://www.sonnenseite.com/de/energie/st...m-meistert.html

Weitere Informationen: http://www.stadtwerkhassfurt.de

#85 RE: Und es geht doch... von Hermann Dirr 06.01.2018 20:21

Ich bin mal nicht chronologisch Ihren Beitrag durchgegangen. Er sollte auch nicht so lang werden, aber das für mich Wichtige zuerst:

Zitat: "Der Effekt: die 13 Windräder der Stadtwerke müssen nur selten abgeregelt werden."

Wo liegt Hassfurt, ist es das Hassfut bei Schweinfurt?
Dann liegt es in Bayern, wo gibt es außer auf der Zugspitze in Bayen Gegenden mit Windgeschwindigkeiten über 5,75 m/sec?
Wo wird denn in Bayern eine Windkraftanlage abgeregelt. Können Sie dazu mal Zahlen nennen?
Oder entnehmen Sie das der Propagandaseite von Franz Alt?

Und selbst wenn sie abgeregelt werden sollten, dann ist es für die Betreiber ein gutes Geschäft, denn die Ersatzzahlungen die 90% der Volllastleistung beträgt, liegt weit über die durchschnittliche Einspeiselast


Nun finde ich auf der Seite der Stadtwerke Haßfurt keinerlei Daten zu den dortigen Windkraftanlagen. Gehe ich davon aus, dass es 3 MW Anlagen sind, leisten die bei der durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5,75 m/sec ca. 500 KW

Ersatzzahlungen bei Abreglung entspricht der Maschinenleistung von 2700 KW

Zitat: "Greenpeace Energy verkauft zusätzliches Windgas an die Kunden, die bei ihnen grünes Gas geordert haben. "

Die Greenpeace Kunden die grünes Gas geordert haben bekommen zu 99,5% Erdgas.
Diese Energiewende hat alles mit dem Glauben zu tun, oder?

Zitat: "Norbert Zösch erklärte, Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt, zusammen mit dem Haßfurter Bürgermeister Günter Werner, mir und MdB Manuela Rottmann (Bündnis 90/Die Grünen) ausführlich, welche umfangreichen Maßnahmen in Haßfurt bereits ökonomisch und technisch auf dem Wege zu einer 100-prozentigen Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien umgesetzt wurden."

Wie weit ist man auf diesem Weg, dass geht aus Ihren Ausführungen nicht hervor. Hat die Stadt Haßfurt nun ein Inselnetz und versorgt sich ausschließlich selbst mit Strom, oder ist man auf dem Weg nach 100% erst bei 40%?
Und wie viel Prozent Haßfurt im Jahr mehr produziert wie die 14.000 Einwohner verbrauchen, hat nichts mit 100% Vollversorgung zu tun.

Zitat: "Zentrales Argument ist, man könne den Energiebedarf nicht mit Erneuerbaren Energien alleine decken. Der Ausgleich der Schwankungen von Solar- und Windenergie, sowie die Netzintegration sei nur mit Grundlast von Kohle und Atom machbar."

Wer könnte denn den Ausfall von den beiden Hauptstandbeinen (Wind und PV) dieser "Energiewende" auffangen?
Zur Zeit sind es die konventionellen Kraftwerke und Atom.
Schon rein Kapazitätsmäßig sind die anderen EEs doch gar nicht in der Lage dazu.
Ich verstehe Ihre Argumentation überhaupt nicht.
Jetzt können wir natürlich her gehen und der unzuverlässigen PV und Windkraft nagelneue Gaskraftwerke an Hand geben. Aber wer soll das bezahlen?
Der Bürger, der bislang rund um die Uhr zuverlässig Strom hatten, oder die Betreiber der unzuverlässigen Stromerzeuger?
Ich hänge einmal den Einspeiseverlauf von WKAs und PV vom ein paar Tagen des Vorjahres hier ran. Wer sollte diese gewaltige Stromlast ausgleichen wenn nicht Kohle. Gaskraftwerke lässt man seltsamer Weise durchlaufen


#86 RE: Gerüchteküche von Hermann Dirr 06.01.2018 20:37

Sorry, hatte ich im März übersehen

Zitat von Stefan Werner im Beitrag #79
Für die Grundlast an sich sind 40 GW ausreichend.


Sagt Herr Werner, oder wer?

Ach, und dann fahren Sie um den Strombedarf zu decken, die Windräder hoch und runter und in der Nacht auch noch das Gleiche mit PV.
Wer stellt denn bei Windstille diese 40 GW Grundlast außerhalb der 3 Mittagsstunden?
Und wenn fossile und Atom über sind, dann müssen 71,58 GW vom Netz
Was haben wir dann noch?

Biomasse = 7,38 GW
Wasser = 5,6 GW
Gas = 29,05 GW
macht 42,48 GW gesicherte Leistung.
Nun kann man damit in der Mittagszeit und bei Starkwindereignissen, einiges ausgleichen.
Dumm nur außerhalb der Mittagszeit und bei Flauten.

Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, Sie sind dick im Geschäft mit den EEs

#87 RE: Gerüchteküche von Stefan Werner 09.01.2018 17:15

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Zitat von Hermann Dirr im Beitrag #86
Sorry, hatte ich im März übersehen

Zitat von Stefan Werner im Beitrag #79
Für die Grundlast an sich sind 40 GW ausreichend.


Sagt Herr Werner, oder wer?

Ach, und dann fahren Sie um den Strombedarf zu decken, die Windräder hoch und runter und in der Nacht auch noch das Gleiche mit PV.
Wer stellt denn bei Windstille diese 40 GW Grundlast außerhalb der 3 Mittagsstunden?
Und wenn fossile und Atom über sind, dann müssen 71,58 GW vom Netz
Was haben wir dann noch?

Biomasse = 7,38 GW
Wasser = 5,6 GW
Gas = 29,05 GW
macht 42,48 GW gesicherte Leistung.
Nun kann man damit in der Mittagszeit und bei Starkwindereignissen, einiges ausgleichen.
Dumm nur außerhalb der Mittagszeit und bei Flauten.

Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, Sie sind dick im Geschäft mit den EEs



Natürlich bin ich ganz dick im Geschäft, habe mehrere Millionen investiert...

...Sekunden an Zeit.

Nun aber im Ernst. Nein, ich habe keinerlei Beteiligung an irgendeiner Anlage. Bestenfalls über Naturstrom, wo ich meinen Strom her beziehe. Naturstrom investiert aus dem verkauften Strom in neue Anlagen. Einen Profit dadurch habe ich allerdings nicht.

Gegenfrage: Sind Sie Dick im Geschäft mit Atom- oder Kohlestrom?

Bei der Aussage zur Grundlast war ich tatsächlich etwas unpräzise.

Ich meinte damit, dass derzeit 40 GW Grundlastkraftwerke im Bereich der Kohlekraftwerke ausreichend wären bei gleichzeitiger Abschaltung der Atomkraftwerke.

Wir hätten dann also an Grundlast:

40 GW Braun- und Steinkohle ( derzeit noch rund 46 GW)
5 GW Wasserkraft
7 GW Biomasse
------------------------
52 GW Gesamtleistung in der Grundlast. Hinzuschalten könnte man dann, auch wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint (Dunkelflaute)

29 GW Gaskraftwerke
4 GW Mineralöl
------------------------
85 GW Gesamtleistung ohne Wind und Sonne

Im Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 1. Januar 2018 lag, laut https://www.agora-energiewende.de/de/the.../76/Agorameter/ der höchste Leistungsbedarf am 3. Dezember 2014 bei knapp 83 GW. Die restliche Zeit lag der Leistungsbedarf durchweg unter 80 GW. (Siehe auch Screenshot Agorameter)


Berücksichtigt man nun noch die vorhanden Speicher dürfte wohl kein wirklicher Engpass entstehen.

Derzeit haben wir zumindest so viel Kapazität am Netz, dass wir sogar während der Dunkelflaute im Januar 2017 durchweg Strom exportiert hatten und das sogar mit einer Leistung von bis zu 12,2 GW.

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