#1 Biogas aus Gras, neue Wege der Drogenbekämpfung im Überwald von Jörg Maletz 28.11.2012 01:02

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Biogas aus Gras, eine weitere Weltneuheit aus dem Überwald

Nachdem die Gemeindevertretung Wald-Michelbachs der Jugend- und Drogenberatung PRISMA ,sowie der Fachstelle Prävention, statt der dringend benötigten € 4.134,62 nur € 3.500 zur Verfügung gestellt hat, weil sie den Differenzbetrag dringend für die Finanzierung der Ausbremsung des Bürgerwillens in Hartenrod , mittels einer auf ROT geschalteten Ampelanlage im Durchfahrtsbereich des dort unbotmäßig angesiedelten Bauernhofs, benötigt, welche den stolzen Betrag von € 16.000 kostet, hat PRISMA aus der Not eine Tugend gemacht und wird sich künftig aus einer nachgerade revolutionären Idee finanzieren: Biogas aus Gras! (DLG-Merkblatt 386 „Biogas aus Gras“ zum kostenlosen Download: www.dlg.org/merkblaetter.html)

Hier werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Der Graskonsum der Jugendlichen wird schon aus Konkurrenzgründen bei der Beschaffung drastisch sinken. Sobald EG Fördermittel (EFRE) als günstige Anschub Investition dieser Weltneuheit, der Verbindung von Prävention und regenerativer Energiegewinnung in einem strukturschwachen Gebiet, fließen, wird die Gemeinde federführend auf diesen Zug aufspringen.

Die Rentabilitätsdebatte von Biogasanlagen wird in einem neuen Licht erscheinen. Endlich entfällt die Konkurrenz von Mais als Lebensmittel und technischem Energieträger, gleichzeitig muss man sich über Probleme der Entsorgung von Gras keine Gedanken mehr machen, im Gegenteil, anstelle des Elends glasig ins Weite blickender Augen jugendlicher Graskonsumenten, steht uns nun ein fleißig Energie spendender Faulturm ins Haus, der, wenn er erst einmal das Stadium eines Prototypen überwunden hat, nicht nur Prisma finanziert, sondern auch den Gemeindesäckel hübsch füllt.

So erweisen sich manchmal Beschlüsse der Gemeindevertretung, auch wenn sie in erster Näherung unverständlich erscheinen, bei genauerem Hinsehen als zukunftsorientierte Weisheit.
Vielleicht wird sogar ein bisschen für die allgemeine Dröhnung der Mandatsträger übrig bleiben.


Jörg Maletz

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