Wie man auf der Karte erkennen kann gibt es in Wald-Michelbach drei in Frage kommende Flächen, das Stillfüssel (auf der Karte unterhalb Siedelsbrunn), Flockenbusch und der Höhenrücken zwischen Aschbach und Affolterbach.
Beim Hessischen Energiegipfel im November 2011 http://www.energiegipfel.hessen.de/ wurde festgelegt, dass 2% der Fläche in Hessen als Vorrangflächen auszuweisen sind. Allerdings kann es hierbei, auf Grund der sehr unterschiedlichen Bedingungen in den einzelnen Kommunen, sein, dass bei Kommunen, wie z.B hier in Wmb, die Windverhältnisse zu anderen Kommunen überproportional gut sind. In diesen Kommunen werden deshalb auch überproportional Vorrangflächen ausgewiesen werden. Soll heißen, spätestens mit der Fassung des Regionalplan Südhessen, was voraussichtlich 2014 sein wird, werden sehr sicher auch die Flächen am Flockenbusch und zwischen Affolterbach und Aschbach als Vorrangflächen ausgewiesen werden.
Dieser Regionalplan steht dann auf jeden Fall über jedem Teilflächenplan der Gemeinde.
Ein weiterer Punkt ist, dass ein Teilflächennutzungsplan sehr sauber und gut begründet ausgeführt werden muss. Vor allem in der Hinsicht, dass man nicht so ohne weiteres gut geeignete Flächen ausschließen kann ohne substantiell vergleichbare Flächen Ersatzraumflächen alternativ als Vorrangflächen auszuweisen. Dies ist im Fall der Fläche Flockenbusch und Stillfüssel definitiv nicht möglich, da die Fläche zwischen Aschbach und Affolterbach sowohl qualitativ als auch quantitativ schlechter als die beiden vorgenannten ist. Realistisch betrachtet könnte man also lediglich diese Fläche als Auschlussgebiet in unserer Gemeinde definieren. Dies wiederum ist eigentlich gar nicht nötig, da die Fläche viel zu wenig hergibt, dass irgendein Investor überhaupt auf die Idee käme hier einzusteigen. Zumal sich derzeit in Baden-Würtemberg unzählige gute Standorte anbieten, bei denen auch von Seiten der Landesregierung weit weniger Widerstand zu erwarten ist. Zudem sind die Abstandsflächen in BW mit 750m um 250m geringer als bei uns in Hessen.
Man kann also deutlich erkennen, dass eine Aufstellung eines Teilflächennutzungsplan bei uns reine Geldverschwendung darstellt.
Man sollte diesbezüglich der Bevölkerung endlich reinen Wein einschenken, der Windpark Flockenbusch wird auf jeden Fall auf Baden-Würtemberger Seite wie geplant und so schnell wie möglich erstellt werden. Auf Hessischer Seite wird es bestenfalls eine kurze Verzögerung geben, weil die, auf der GV-Sitzung, beschlossene Aufstellung einer Bauleitplanung erst einmal grundsätzlich alle Projektausführungen für ein Jahr blockiert, also auch den Windpark Stillfüssel. Wenn es dann blöd läuft, könnte das alles auch dazu führen, dass der Vergütungssatz für Onshore Windenergie bis dahin sinkt und wir hiermit auch Einbußen für den Windpark der Gemeinde zu erwarten haben.
__________________________________________________________________________ - Stefan Werner ist Vorstandsmitglied des Vereins "Demokratisches Bürgerforum Überwald" -