Am Samstag, den 7. Februar, ist das Repair Cafe in Wald-Michelbach im „Alten Bahnhof“, Ludwigstraße 162 wieder geöffnet. Von 14 bis 17 Uhr stehen eine Reihe von Experten zur Verfügung, um kostenlos bei der Reparatur von Gegenständen zu helfen. Außer Großgeräten und Fahrrädern wird alles repariert, was den Zugang zu möglichen Fehlern erlaubt. Das ist dann einfach, wenn die Teile zusammengeschraubt sind und schwierig, wenn alles verklebt ist.
Bisher am häufigsten repariert wurden Staubsauger, Kaffeemaschinen, Lampen, Nähmaschinen und Radios. Insgesamt gelang die Reparatur bei mehr als der Hälfte aller kaputten Gegenstände. Am 7. Februar soll neu die Möglichkeit geboten werden alte Computer wieder so herzurichten, dass sie den grundlegenden Anforderungen von Büro & Internet entsprechen. Bitte bringen Sie dazu Ihren Laptop inklusive Ladegerät und/oder Computer mit, sowie die Tastatur und die Maus. Nach Installation eines "Linux"-Betriebssystems ist es möglich, sogar mehr als 16 Jahre alte Rechner zumindest für den Hausgebrauch noch in brauchbare Arbeits- oder Spielgeräte zu verwandeln. Wenn es gelingt, so kann man viel Geld sparen und noch mehr Elektroschrott vermeiden. Geschätzt wird, dass allein in Deutschland etwa 50 Millionen Laptops ungenutzt in einer Schublade in der Wohnung liegen. Bei Interesse bitte kurze Nachricht an bgzgerold@gmail.com. Das Repair Cafe in Wald-Michelbach ist Teil eines Netzwerkes mit etwa 2000 Reparatur Initiativen. Reparatur-Initiativen organisieren Veranstaltungen, bei denen defekte Alltagsgegenstände in angenehmer Atmosphäre gemeinschaftlich repariert werden: elektrische und mechanische Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, aber auch Textilien, Fahrräder, Spielzeug und andere Dinge. Diese Treffen sind nicht-kommerzielle Veranstaltungen, deren Ziel es ist, Müll zu vermeiden, Ressourcen zu sparen, damit die Umwelt zu schonen und nachhaltige Lebensweisen in der Praxis zu erproben. Gemeinsam reparieren meint hier nicht „kostenloser Reparatur-Service“, sondern gemeinschaftlich organisierte Hilfe zur Selbsthilfe. Getragen wird die Veranstaltung von ehrenamtlich engagierten HelferInnen und Reparierenden, die ihr Wissen und Können freiwillig und unentgeltlich zur Verfügung stellen, weil sie Interesse an Technik, Selbermachen und Werken haben.
Außerdem agieren die Initiativen gegen sogenannte Obsoleszenzstrategien. Gemeint sind damit technische oder andere Verfahren, die Geräte künstlich kaputt gehen oder altern lassen. Laptops sind ein Beispiel für künstliche Alterung. Die in dem Gerät vor Jahren verbauten Teile können in aller Regel noch lange halten. Es sollte lediglich Software installiert werden, die noch Sicherheits-Aktualisierungen erhält, wenn man das Internet damit nutzen möchte. Die alte Software kann sogar, falls genug Platz auf der Festplatte, als funktionsfähige Reserve auf dem Computer verbleiben.