1. Bürgerwindpark im Überwald - Chance für die Region Das Windrad "gute Ute" der Energiegenossenschaft Starkenburg auf der Neutscher Höhe, Foto aus ca. 500m Entfernung.
Mo. 11. Juni 2012, 19°° Uhr im Haus des Gastes, Heidelbergerstraße 58, Wald-Michelbach
Der Höhenrücken im Bereich „Flockenbusch“ (Unter-Schönmattenwag) bietet ideale Bedingungen für den Betrieb von Windrädern. Frühzeitige Bürgerbeteiligung ist das Motto der Energiegenossenschaft Starkenburg eG, die einen Teil des geplanten Windparks errichten und betreiben wird. Dieser Termin soll dazu dienen, die Möglichkeiten und Chancen einer Bürgerbeteiligung und die Wertschöpfung für die Region zu erörtern. Gleichzeitig besteht die Gelegenheit im direkten Austausch Fragen und Details zu diesem Projekt zu besprechen. Insbesondere soll auf die Bedenken der Bürger aus Schönmattenwag eingegangen werden.
Referenten:
Jürgen Simon, Windenergieplaner
Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg eG
Georg Schumacher, IG Energiewende Überwald Ansprechpartner:
Auf der Infoveranstaltung wurde auch die Frage gestellt, ob ein Windpark bei uns den Strompreis für uns senken könnte?
Unmittelbar wird der Strompreis deshalb für uns nicht sinken. Würden wir aber dem Beispiel des Dorfes Feldheim in Brandenburg folgen, könnte das mittelfristig wahr werden. Dort liegt der Strompreis bei 16,6 Cent/kWh bei einer Grundgebühr von € 5,95. Auch der Wärmepreis des Nahwärmenetz dort kann sich sehen lassen! Bei einer Grundgebühr von 29,95 €/Monat, kostet die kWh 7,5 Cent. Quelle: http://www.th-wildau.de/fileadmin/dokume..._Frohwitter.pdf
In dem Dorf Feldheim hat man allerdings gleich ein eigenes Stromnetz verlegt und kann somit den eigen erzeugten Strom direkt verbrauchen. Die Deckungsrate liegt derzeit bei 90%, schon bald aber soll die Autarkie, dank einer großen Speicherbatterie, schon bei 100% liegen. Man kann also sehen es geht, wenn man denn will!
Eine weitere Frage: Wird der aufkeimende Tourismus gefährdet?
Auch hier kann Feldheim uns eine Antwort geben:
...Im vergangenen Jahr seien wöchentlich rund 250 Besucher gekommen, sagt Frohwitter. „Zwei Drittel der Besucher reisen aus dem Ausland an. Vor allem seit Fukushima.“ In diesem Jahr werden auf jeden Feldheimer 40 Gäste kommen. Damit ist die südbrandenburgische 148-Seelen-Gemeinde so anziehend wie die Bundeshauptstadt.
Auch die Frage nach den Arbeitsplätzen findet in Feldheim eine Antwort:
...Alle Wertschöpfungseffekte an einem Ort
Das brandenburgische Unternehmen Energiequelle selbst projektiert seit 1997 Windparks. Später wurde das Geschäftsfeld um Solarenergie und Biogas erweitert. Auf einem ehemaligen Militärgelände in Feldheim errichtete die Firma einen Solarpark mit 96 Photovoltaik-Anlagen. Die Stahlkonstruktionen, die die Anlagen automatisch in den optimalen Winkel zur Sonne bringen, werden vor Ort in einem neu errichteten Werk hergestellt. Damit hat Energiequelle ein drittes wirtschaftliches Standbein für Treuenbrietzen geschaffen. Neben dem Metallverarbeitungswerk der Kohl-AG und dem Johanniter-Krankenhaus sorgen jetzt auch die Erneuerbaren Energien für Arbeitsplätze und für Aufträge an lokale Handwerker und Bauunternehmen. Verwaltungsangestellte, Ingenieure und Facharbeiter haben in dem neuen Werk einen Arbeitsplatz und in Feldheim ein neues Zuhause gefunden. Bisher sind 25 neue Arbeitsplätze entstanden, bei rund 150 Einwohnern.