Infraschall sind nicht hörbare Tonfrequenzen kleiner als 20 Hertz, die jedoch körperlich wahrnehmbar sind.Typische Infraschallquellen sind z.B. Gewitter, große Maschinen und Flugzeuge. „Je tiefer die Frequenz ist, desto höher muss der Schalldruckpegel sein, damit der Mensch eine Wahrnehmung erfährt.“, meint Helmut Klug, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Windenergie-Institut in Wilhelmshaven.
Um Infraschall in der näheren Umgebung von Windkonvertern wahrnehmen zu können, müssen Geräuschpegel von über 120 Dezibel überschritten werden. „Solche Werte werden an keiner einzigen Windkraftanlage in Deutschland gemessen“, sagt Andreas Buhmann von der Planungsgesellschaft Energie und Umwelt in Oldenburg. Walter Niemand vom Bundesverband Landschaftsschutz hingegen sieht dies gänzlich anders. Niemand vertritt in seinen Vorträgen ganz klar die Auffassung, dass Schallimmissionen von Windkraftanlagen krank machen: Symptome wie Sehschwäche, Schlaflosigkeit, Herzrhythmusstörungen und Angstzustände seien nicht auszuschließen. Die Auswirkungen von Infraschall sind nach Niemands Auffassungen bedrohlich. Helmut Klug (Deutsches Windenergie-Institut in Wilhelmshaven) hat sich mit mehreren von Walter Niemand erstellten Gutachten auseinandergesetzt. Sein Eindruck: „Zahlreiche nachweislich falsche Annahmen und fehlerhafte Berechnungen führen dazu, dass Niemand immer wieder vor einer Gesundheitsgefährdung durch Windkonverter warnt“.
Infraschall gilt nach Angaben des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) „normalerweise bereits im Nahbereich von 100 Metern Abstand als unerheblich“.