Muss jeder, der ein Anliegen hat, auch eine formale Kompetenz nachweisen, diese Anliegen zu vertreten? Muss jeder, der sich über zu hohe Steuern beklagt und die Steuergesetzgebung kritisiert, ein finanzwirtschaftliches Studium nachweisen? Muss jeder, der zur Wahl einer politischen Institution aufgerufen ist, Politik studiert haben? Wer ist wann kompetent? Sind Eltern, die den Eindruck gewinnen, ihre Kinder würden in der Schule über- oder falsch gefordert, kompetent? Schließlich kennen sie ihre Kinder und haben Lebenserfahrung. Sind Kinder, die sich von ihren Eltern überfordert fühlen kompetent? Schließlich ist es ihr Leben, um das es geht. Wer ist wann kompetent? Darf nur der eine Meinung über China vertreten, der dort auch war? Und wenn ja, wo und wie lange? Darf man sich eine Meinung bilden über den Grad der Verschmutzung der Meere, ohne sie zumindest durchtaucht zu haben? Wer ist wann kompetent? Fachleute haben uns erklärt, Atomkraftwerke seien sicher, statistisch jedenfalls. Fachleute haben uns erklärt, Infektionskrankheiten seien im Wesentlichen im Griff, Virusforschung nur noch von marginalem Interesse, dann kam Aids, kamen resistente Bakterien. Wer ist wann kompetent? Wer darf wann eine Meinung öffentlich vertreten, ohne formale Kompetenz?
Darf sich Christiane Hennrich zur Schule äußern, ohne Lehrerin zu sein?
Wie kann es sein, dass die Kanzlerin nicht Politik studiert hat?
Darf Ferdinand Piëch, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG sein und die wirtschaftlichen Belange eines solchen Unternehmens bestimmen, ist er da kompetent, hat er eine ökonomische Kompetenz, als Maschinenbauingenieur?
Fragen über Fragen; darf, wer ihn noch nicht erlitten hat, sich über den Tod äußern?
Zitat von GastHallo, was mich interessieren würde: Sind Sie Lehrerin, die das alles schon einmal ausprobiert hat, oder sind sie "Hobbypädagogin", die nur alles besser weiß?
Grüße
Lieber Gast, ich hoffe, Sie sind nicht nur ein „Hobbygast“ und besitzen die entsprechenden Qualifikationen und Kompetenzen,