Was an laufendem Wasser und der Wahl einer Apfelkönig anstößig sein soll, erschließt sich mir nicht. Das geht an der Sache vorbei. Die Sache: Die Anträge der CDU.
Die CDU sollte ihren Antrag zur Erstellung eines einheitlichen Flyers zum "Schulangebot der Gemeinde Wald-Michelbach" zurückziehen. Das ist zwar gut gemeint. Aber auch nur gut gemeint. Mehr nicht. Oder anders gesagt: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut. Was die CDU versucht, ist verloren gegangenes Terrain in der Schulpolitik zurückzugewinnen. So wird das aber nicht gehen. Ein schöner Flyer wird an der Schulsituation in Wald-Michelbach nichts ändern. Die Probleme liegen doch wo anders.
Wenn die CDU diesen Antrag nicht zurückzieht, sollten die anderen Parteien und Wählervereinigungen dem nicht zustimmen. Wenn das Thema im Jugend- und Kulturausschuss diskutiert wird, dann sollten die Parteien und Wählervereinigungen sich darauf verständigen, dass ein solcher Flyer nicht gedruckt wird. Eine Förderung der Schulen sollte anders aussehen. Die Gemeinde könnte z.B. das Lesen in den Schulen fördern. Gute Ideen in die Richtung hatte ja bereits auch die CDU in dem sie der Bibliothek Bücher gespendet hat. Wenn die Gemeinde trotzdem Geld ausgeben möchte, dann sollte sie das Geld, was sie für den Flyer ausgeben würde besser für Bücher ausgeben, die sie der Bibliothek spendet. Welche Bücher sich da anbieten würden, darüber sollte der Ausschuss diskutieren. Da sollte die Gemeinde die Ausschussmitglieder mit einbinden und nicht eine von der Verwaltung oder dem Gemeindevorstand vorgegebene Liste nehmen. Schüler und auch die Öffentlichkeit haben etwas von neuen Büchern in der Bibliothek. In der Presse würde ein solches Engagement für das Lesen sicher auch eine gute Werbung für die Gemeinde und gleichzeitig für den Schulstandort Wald-Michelbach sein. Wenn man so verfährt, lässt sich das Ergebnis sehen.